Ölmarktinfos – Freitag, 05.06.2026
- Ölwerte am Donnerstag abwärts, Freitagmorgen wieder zulegend.
- Doch keine Waffenruhe zwischen Hisbollah und Israel.
- Persischer Golf und Hormus: Dickicht aus Widersprüchen und Drohungen.
- OPEC erwartet für 2026 weiterhin Nachfragezuwachs.
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Situation am Ölmarkt – News
An den Ölbörsen haben die Ölwerte im Donnerstaghandel gewisse Abschläge erfahren. Dabei stand den Gasölkontrakte stärker unter Druck als die Rohöl-Notierungen. Beides erfolgte unter dem Eindruck, dass es zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon zu einem Waffenstillstand käme. Heute morgen wird das aber von Seiten der Hisbollah zurückgewiesen. Deshalb werden die Ölkontrakte am Freitagmorgen wieder merklich oberhalb der Tiefs von Donnerstag gehandelt.
| Die Ölnotierungen am Freitagmorgen | |
| Brent Rohöl | 95,3 $/bbl (-1,8) |
| WTI Crude Oil | 92,9 $/bbl (-2,5) |
| Opec-Basket (Vortag) | 103,76 $/bbl (-2,1) |
| Gasöl (dollarbereinigt) | 926 €/Tonne (-43) |
Nachdem sich Israel und Libanon bei Gesprächen in Washington am Mittwoch noch darauf geeinigt hatten, eine Waffenruhe umzusetzen, lehnt die Hisbollah den Waffenstillstand inzwischen ab. Solche Vereinbarung wäre zu einseitig, heißt es. Nur wenn sich Israel vollständig aus dem Süden des Libanon zurückzieht und alle Angriffe einstellt, würde man dem zustimmen können. Bei den Verhandlungen Iran/USA, auch die Straße von Hormus betreffend, macht Teheran aber die Waffenruhe im Libanon zur Bedingung für weitere Gespräche. Folglich gibt es hier keine Bewegung.
Die Lage am Persischen Golf und bei der Straße von Hormus bleibt ein Dickicht aus Widersprüchen und Drohungen. Verhandlungsfortschritt ist nicht zu erkennen, auch wenn Trump solches in Posts immer wieder suggeriert.
In den USA hat das Repräsentantenhaus für die Beendigung des Iran-Krieges votiert. Das Ergebnis der Abstimmung hat allerdings zunächst nur eine symbolische Wirkung, da Präsident Trump erst einmal ein Veto einlegen kann.
US-Ölmarkt
Die offiziellen US-Ölmarktdaten vom DOE zeigen wie in den Vorwochen starke Abbauten der Rohöllager. Die Bestandszuwächse auf der Produktseite bilden da kein hinreichendes Gegengewicht, weshalb der Report die achte Woche in Folge ‘bullisch’ zu werten ist. Sowohl die US-Ölimporte als auch die Exporte haben sich auffällig erhöht, während die US-Raffinerien mit hoher Durchsatzleistung von 94,7% der Kapazitäten arbeiten.
Kurs US-Dollar:
1,161 $ = 1 EUR | 0,861 € = 1 USD


