Ölmarktinfos – Donnerstag, 26.02.2026
- WTI etwas stärker unter Druck als Brent.
- USA und Iran verhandeln in Genf.
- DOE bestätigt starke Rohölaufbauten.
- OPEC+ erwägt Fördererhöhung für April.
An den Ölbörsen ist es in den letzten sechs Handelstagen auf hohem Preisniveau seitwärts gegangen. Im frühen Donnerstagshandel zeigen sich bei den Öl-Futures leicht nachgebende Preise. Dabei steht aufgrund starker Lageraufbauten bei den US-Rohölbeständen die amerikanische Hauptsorte WTI etwas stärker unter Druck als Brent Crude.
Ansonsten sind alle Blicke nach Genf gerichtet. Dort verhandeln Washington und Teheran über das Nuklearprogramm des Iran. Als Druckmittel mit hohem Eskalationspotenzial haben sich US-Streitkräfte unweit des Iran schlagbereit gemacht. Marktfachleute gehen davon aus, dass derzeit mindestens 10 Dollar/B an Risikoaufschlag bei den Rohöl-Futures eingepreist sind. Für die weitere Ölpreisentwicklung sind Fortschritte in den Gesprächen von größter Wichtigkeit.
| Die Ölnotierungen am Donnerstagmorgen | |
| Brent Rohöl | 71,0 $/bbl (-0,2) |
| WTI Crude Oil | 65,5 $/bbl (-0,6) |
| Opec-Basket (Vortag) | 69,3 $/bbl (-0,4) |
| Gasöl (dollarbereinigt) | 620 €/Tonne (-3) |
Die OPEC+ erwägt eine Erhöhung des täglichen Rohölausstoßes um 137.000 Barrel/Tag für den Monat April. Zuvor hatte man drei Monate lang die Ölfördermengen konstant belassen. Am 1. März will sich das Ölkartell für den April festlegen.
In der EU blockiert Ungarn das neue Sanktionspaket gegen Russland aufgrund nationaler Interessen. Allerdings wird die Arbeit an den Sanktionen fortgesetzt. Vor allem will man deutlich strengere Maßnahmen gegen Russlands Schattenflotte und Ölindustrie mit einbringen.
Iran: Laut Bericht der New York Times erwägt US-Präsident Trump bei Scheitern der Verhandlungen zunächst begrenzte Militärschläge auf ausgesuchte Ziele im Iran. Sollte auch das nicht zum Einlenken führen, so würden weit größere US-Angriffe wahrscheinlich werden. Diese würden dann darauf abzielen, die Mullahs zu entmachten. Derweil hat der Iran, für den Fall eines Angriffs seine Raketen für mögliche Gegenschläge bereits in Stellung gebracht. Großer Risikopunkt für 20% der Weltölversorgung ist die Meerenge von Hormus, als die wichtigste Tankerstraße.
US-Ölmarkt
Der DOE-Wochenreport ist ‘bärisch’ ausgefallen. Massive Aufbauten der US Rohölbestände. Schneestürme und Kältewellen hatten in den vergangenen Wochen allerdings für Ausnahmesituationen gesorgt.
Kurs US-Dollar:
1,183 $ = 1 EUR | 0,846€ = 1 USD


