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Preisentwicklung 17.04.2026

 

 

 

 

Ölmarktinfos – Freitag, 17.04.2026

  • Brent-Kontrakte auf Freitag um +3,8% gestiegen.
  • Im Iran-Konflikt gibt es Anzeichen für Annäherung.
  • Für die Unterbindung des iranischen Uranprogamms
    und für Straße von Hormus nähern sich die Seiten an.

 

 

Chart

 

 

 

Trotz gewisser Entspan­nungs­an­zeichen, was den militä­rischen Konflikt USA/Iran betrifft bewegten sich die Ölbörsen zu Freitag­morgen im Plus. Dabei verteuerten sich die besonders die Brent-Kontakte. Allerdings wirkt das in diesem Fall nicht merklich auf die Heizöl­preise durch, da diese weiter leicht nachgeben.

 

Tatsächlich mehren sich die Anzeichen, dass Teheran zu Zugeständ­nissen bereit ist, um die Militä­rische Konfron­tation zu entschärfen. Laut Worten von US-Präsident Trump steuert man auf einen Friedens­schluss zu. Laut Trump seinen die Iraner bereit, ihr hochan­ge­rei­chertes Uran heraus­zugeben und ein 20-jähriges Atom-Moratorium einzuhalten. Auch könnte die Straße von Hormus wieder passierbar werden, indem die Schiffe lediglich die omanische Hälfte und nicht die iranische Seite der Seestraße nutzen. Dort würde der Iran diese nicht angreifen. Bislang fehlt dazu die Bestätigung aus Teheran. Dennoch scheint es Bewegung in Richtung einer Lösung zu geben.

 

Die Ölnotie­rungen am Freitagmorgen
Brent Rohöl 98,4 $/bbl (+3,7)
WTI Crude Oil 93,3 $/bbl (+1,9)
Opec-Basket (Vortag) 104,8 $/bbl (+0,2)
Gasöl (dollarbereinigt) 996 €/Tonne (+13)

 

 

Seit Freitag 0:00 Uhr soll es für zehn Tage eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah im Libanon und den israelischen Streit­kräften geben. Das ist für Teheran eine wichtige Grundlage für Verhand­lungen mit den USA. Am Freitag­morgen scheinen keine Angriffe mehr stattzu­finden. Dennoch ist die Situation fragil.

 

Nachdem die faktische Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran bereits zu massiven Ange­bots­aus­fällen geführt hat, dürfte die See­blockade der Ameri­kaner nun auch noch die bisherigen gut 3 Mio. B/T Öl aus dem Iran für der Welt­ver­sorgung abschneiden. In dem Fall könnte der Iran allerdings mehrere Wochen in seine Zwischen­lager­kapa­zitäten produ­zieren, bevor man die Produk­tion herunter­fahren müsste, weil diese dann voll sind.

Ukraine: Moskau könnte Kriegsziel verringern

Der Kreml-Sprecher Peskov deutete am Dienstag an, dass im territo­rialen Streit zwischen Russland und der Ukraine der Kreml gewisse Abstriche machen könnte. Es seinen weniger als 18% der Fläche der vier Provinzen im Südosten der Ukraine noch zu erobern. Damit hätten die Kampf­ein­heiten dann die Ver­wal­tungs­grenzen erreicht und die Kriegs­hand­lungen könnten enden, sagte Peskov.

US-Ölmarkt

Die offiziellen US-Ölmarktdaten vom DOE zeigen ein anderes Bild als die vom API im Vorfeld gemeldeten Zahlen, die ‘bärisch’ ausgefallen waren. Das DOE hingegen gibt starke Lager­rück­gänge der Benzin­be­stände an und unter­mauert das mit einem Rückgang der Ölimporte und gleich­zeitiger Zunahme der Ölexporte von jeweils rund 1 Mio. Barrel am Tag. Der Report dürfte die Ölnotier­ungen an den US Termin­börsen stützen.

 

Kurs US-Dollar:

1,180 $ = 1 EUR | 0,847 € = 1 USD