Ölmarktinfos – Freitag, 13.03.2026
- Iran verstärkt seine Gegenwehr und erschüttert gesamte Golfregion.
- Konjunktur- und Inflationssorgen nehmen stark zu.
- USA lockern Sekundärsanktionen für 30 Tage.
- Straße von Hormus bleibt noch länger unpassierbar.
- Fragen bleiben: Hat der Iran inzwischen Seeminen verlegt?
Und können Kriegsschiffe die Schiffsdurchfahrten schützen?
Die USA lockern ihre Sanktionen für russisches Öl auf See, während der Iran mit einem tiefen Schock für die Weltwirtschaft droht und seine Angriffswellen auf punktuelle Ziele in der Golfregion noch verstärkt. Die wichtige Meldung von Donnerstag war, dass im Persischen Golf vor der Küste des Irak ein beladener Öltanker brennt. Auch wurde ein großes Frachtschiff getroffen und brennt aus.
Washington erteilt anderen Ölimportländern eine 30-tägige Lizenz um russisches Rohöl und Ölprodukte in Ausnahme der Sekundärsanktionen kaufen zu können. Bedingung ist, dass sich das Öl bereits auf Tankern auf See befindet. US-Finanzminister Bessent erklärte, dies sei ein Schritt zur Stabilisierung der durch den Iran-Krieg erschütterten globalen Energiemärkte. Außerdem werden die USA 172 Mio. Barrel Rohöl aus ihren SPR-Lagern auf den Markt bringen. Zuvor hat die IEA am Mittwoch 400 Mio. Barrel aus eingelagerten Reserven für den kommerziellen Markt freigegeben.
Das alles zeigt, wie groß die Sorgen sind und wie kritisch sich die Lage darstellt. Keiner kann sagen, ob die Straße von Hormus absehbar wieder passierbar wird. Die Weltwirtschaft hängt diesbezüglich am Tropf. Die Rohölpreise bewegen sich weiter im Bereich von 100 Dollar je Barrel.
| Die Ölnotierungen am Freitagmorgen | |
| Brent Rohöl | 101,5 $/bbl (+3,7) |
| WTI Crude Oil | 96,5 $/bbl (+4,5) |
| Opec-Basket (Vortag) | 120,9 $/bbl (+15,8) |
| Gasöl (dollarbereinigt) | 993 €/Tonne (-15) |
Wegen der Blockade der Straße von Hormus kann das in der Golfregion geförderte Öl und Gas derzeit nicht per Tanker zu den Abnehmerländern transportiert werden. Viele hundert Schiffe warten beim Persischen Golf auf die Möglichkeit einer Ein- oder Ausfahrt. Der saudische Ölkonzern Aramco sieht katastrophale Folgen für den Fall, dass die Straße von Hormus blockiert bleibt. 20% der Weltölversorgung müssen durch dieses Nadelöhr. Mit der bereits elf Tage andauernden Nichtpassierbarkeit ist die Ölproduktion weltweit gesehen bereits um über 6% zurückgegangen. Die Anrainerstaaten des Persischen Golfs sind gezwungen ihre Ölfördermengen zu drosseln. Dortige Zwischenlager stoßen bereits an ihre Kapazitätsgrenzen.
US-Ölmarkt
Washington weist an, 182 Mio. Barrel Rohöl aus den strategischen Reserven der USA für Käufer freizugeben. Man will das überteuerte Preisniveau etwas dämpfen.
Kurs US-Dollar:
1,148 $ = 1 EUR | 0,871€ = 1 USD
Der Dollar ist zu Freitag weiter gestiegen auf ein Kurshoch für die letzten 7 Monate. Das verteuert die Ölkäufe indirekt.


